Zum Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts geraten die Menschen immer mehr in den Eindruck eines Zusammenlebens und einer zivilisatorischen Abhängigkeit von Maschinen. Ein neuer, mechanischer Herzschlag gibt den Rhythmus der gesellschaftlichen Entwicklung vor. Riesige Dampfmaschinen, Druckmaschinen, Verbrennungsmotoren, Lokomotiven: eine scheinbar lebendig gewordene Maschinenwelt drängt sich in die vormals von menschlicher Anstrengung und Pferdestärke betriebene Produktion hinein. Die Elektrifizierung fließt durch Stromleitungen wie durch Adern eines neues Organismus bis in die Wohnzimmer der Menschen und erhellt wie von Geisterhand den Lebensraum. Nicht nur in den Fabriken stellt sich den Arbeiterinnen und Arbeitern die Frage, inwieweit die Maschinenwelt das Menschliche verdrängt. Die Fließbandproduktion, in der die Maschine den Takt vorgibt, wird zum Symbol der Unterwerfung des Menschen unter die Technik.
Aber wie steht es einhundert Jahre später mit unserer Beziehung zur Maschinenwelt?