An die Stelle einer Maschine als mechanischem Stahlkoloss setzt sich im Laufe des 20. Jahrhunderts der Großrechner, dann der Personal Computer bis hin zum multifunktionalen Smartphone. Der Computer wird zur Universalmaschine, das Digitale zum Äther. Die digitale Maschine durchdringt in vielfältiger Weise unser Leben und ist näher dran an einer eigenständigen, vernetzten Lebendigkeit als je zuvor. Aber nicht die Maschine hat uns unterworfen, wir selbst haben uns abhängig von dieser neuen Maschinenwelt gemacht. Wenn früher die stählerne Maschine Rhythmusgeber und Herzschlag war, so ist sie heute in ihrer körperlosen Form Hunger und Nahrung zugleich. Sie durchdringt in ihrer Allgegenwärtigkeit jeden Winkel unseres Lebens und wir füttern sie bereitwillig mit unseren Daten.


